ABOUT

»Making Crises Visible« ist das interdisziplinäre Forschungs- und Ausstellungsprojekt des Leibniz-Forschungsverbundes »Krisen einer globalisierten Welt«, der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und dem Leibniz-Institut Hessische Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung, die Teil des Forschungsverbundes ist. Die Ausstellung wird im Frühjahr 2020 im Senckenberg Naturmuseum zu sehen sein. 

Ziel des Projektes ist es, Krisen und deren kreatives Potenzial künstlerisch abzubilden, um den Wissenstransfer zwischen Friedens- und Konfliktforschung sowie der Kunst und dem Design zu fördern. Durch das gemeinsame Ausstellungsprojekt im Senckenberg Naturmuseum soll schließlich die öffentliche Wahrnehmung und der Dialog zu Krisen in der Gesellschaft angeregt werden.

Projektskizze

Design-Thinking-Workshops zwischen Wissenschaft und Kunst entwickeln eine eigene Sprache des Wissenstransfers, die klassische Genregrenzen überwindet. Unter der künstlerischen Leitung von Prof. Klaus Hesse von der HfG Offenbach entwerfen die interdisziplinär denkenden Kunst-Studierenden der Fächer »Kommunikationsdesign«, »Bühnenbild«, »Freie Kunst« und »Medien« im Verlauf von zwei Semestern hybride Wissens-Kunst-Objekte, Filme und Plakate. Diese sprechen auf unerwartete Art und Weise, emotional, ästhetisch und analytisch zum Publikum.

In einer gemeinsamen Ausstellung werden die erarbeiteten Objekte zu Transmittern der wissenschaftlichen Hypothesen und Studienergebnisse des Krisen-Verbunds in die Gesellschaft. Die Objekte, Grafiken und interaktiven Filme zu Forschungsprojekten werden von den Besucherinnen und Besuchern nicht nur erlebt, sondern können auch mitgestaltet werden. Dabei sollen Krisen nicht als reine Zuspitzung eines Problems, sondern als Transformationsprozess mit kreativem Potenzial verstanden werden, der als Ausgangspunkt für eine Neuorientierung dient. Neben der (1) Visualisierung der Forschungsergebnisse entwerfen die Studierenden Plakate, Objekte, Filme und Installationen, die zum einen als (2) Improvisation im Umgang mit einer prekären Krisensituation ermutigen und andererseits als (3) Spekulation über eine Zukunft nach der Krise einen Ausblick geben können.

Visualisieren

Improvisieren

Spekulieren

Über den Forschungsverbund

Im Leibniz-Forschungsverbund »Krisen einer globalisierten Welt« arbeiten 24 Leibniz-Institute aus vier Sektionen zusammen, um inter- und transdisziplinär die Mechanismen und Dynamiken von Krisen und deren wechselseitige Interdependenzen besser zu verstehen. Die themenbezogene, aber auch themenübergreifende Bündelung sozial-, geistes- und naturwissenschaftlicher Expertise ermöglicht es, aus der systematischen Analyse heraus praxisrelevantes Wissen zu generieren, das zur Einschätzung und zum Umgang mit gegenwärtigen Bedrohungslagen sowie zur Früherkennung sich krisenhaft zuspitzender Entwicklungen dienen kann.